Immobilienrecht

Immobilienrecht Mallorca und Barcelona

Luxury swimming pool. Panoramic image

Ein grundlegender und wichtiger Bestandteil im Immobilienrecht auf Mallorca und in Katalonien ist der Kauf und Verkauf von Häusern, Wohnungen oder sonstigen Immobilien. In Spanien gibt es dabei einige Besonderheiten, auf die Sie achten müssen, und weshalb eine gute und kompetente Beratung beim Immobilienkauf auf Mallorca oder in Barcelona unerlässlich ist.

Die üblichen Schritte bei einem Immobilienerwerb auf Mallorca oder in Barcelona sind der Abschluss des Optionsvertrages, die Unterzeichnung der notariellen Kaufurkunde (Escritura), die Bezahlung aller anfallenden Steuern und die Umtragung im Grundbuch.

Schon vor Unterzeichnung des Optionsvertrages ist es ratsam, einen Anwalt zu konsultieren. In den meisten Optionsverträgen, die auf Mallorca oder in Katalonien zur Verfügung gestellt werden, sind meistens die Rechte des Käufers nicht ausreichend geschützt. So finden sich in den wenigsten Optionsverträgen Klauseln zur Aufhebung des Optionsvertrages. Dies kann dazu führen, dass man seinen Optionspreis verliert oder gezwungen ist, eine Immobilie zu erwerben, die illegal errichtet worden ist.

Die notarielle Kaufurkunde (Escritura) ersetzt bei Unterschrift den Optionsvertrag. Die notarielle Kaufurkunde ist erforderlich, damit die notwendige Umtragung im Grundbuch erfolgen kann. Die notarielle Kaufurkunde kann mit Anhängen leicht über 20 Seiten Umfang haben und wird in spanischer Sprache verfasst, und in vielen Fällen liegt keine ordentliche Übersetzung vor. Wir helfen Ihnen bei der Vorbereitung des Notartermins bei einem Immobilienkauf auf Mallorca oder in Barcelona und fertigen für Sie vor dem Notartermin Übersetzungen auf Deutsch oder Englisch an, damit Sie wissen, was Sie unterschreiben. Außerdem arbeiten wir mit deutsch-, niederländisch- und englischsprachigen Notaren zusammen, die die Kaufurkunde in Ihrer Muttersprache verlesen.

Nach Unterzeichnung der notariellen Kaufurkunde müssen die gesetzlichen Steuern ans spanische Finanzamt abgeführt werden. Hier ist vor allem auf die Frist von einem Monat zu achten, die ab Unterzeichnung der Kaufurkunde zu laufen beginnt. Dazu ist die Erstellung und Einreichnung von entsprechenden Steuererklärungen notwendig. Auf Käuferseite fallen typischerweise die Grunderwerbssteuer (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales, ITP), die Mehrwertsteuer (Impuesto sobre el Valor Añadido, IVA) und / oder die Stempelsteuer (Impuesto sobre Actos Jurídicos Documentados, AJD) an. Die Notarkosten und Kosten des Grundbuchamtes gehen üblicherweise ebenfalls zu Lasten des Käufers. Auf Verkäuferseite fällt die Gewinnsteuer (Impuestos sobre los beneficios) und die Wertzuwachssteuer (Plusvalía) an. Zu beachten ist auch, dass beim Erwerb von Nicht-Residenten vom Käufer ein Steuereinbehalt in Höhe von 3 % des Kaufpreises direkt ans Finanzamt gezahlt werden muss. Gerne beraten wir Sie und sagen Ihnen, welche Steuern beim Haus- oder Wohnungskauf auf Mallorca oder in Barcelona für Sie anfallen, und wir helfen Ihnen bei der Erstellung und Einreichung Ihrer Steuererklärungen.

Nach Bezahlung aller Steuern kann die Eintragung im Grundbuch erfolgen. Erst ab der Eintragung im Grundbuch sind Ihre Rechte am Grundstück auch gegenüber Dritten geschützt. Dazu sind Behördengänge erforderlich, die wir gerne für Sie vornehmen, damit Sie Ihre wertvolle Zeit nicht mit der spanischen Bürokratie vergeuden.

Wenn Sie die Immobilie mit oder von einer Gesellschaft erwerben, sind weitere Besonderheiten, insbesondere bei der steuerlichen Abwicklung des Immobiliengeschäfts, zu beachten. Eine individuelle Beratung ist auch hier unumgänglich.

Haben Sie vor, eine Immobilie auf Mallorca oder in Katalonien im Rahmen einer Zwangsversteigerung zu erwerben? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Artikel über die rechtlichen Grundlagen und den Ablauf einer Zwangsversteigerung in Spanien.

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